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Kartierung von Zwischennutzungen im ehemaligen Eisenbahnareal des Berliner Ostbahnhofes. Quelle: Studio Urban Catalyst, 2001.

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URBAN CATALYST

Brachen und leerstehende Bauten werden in vielen Städten schnell zu besonders lebendigen Orten: Clubs und Bars, Start-up-Unternehmen und Kunstszene, Migrantenökonomien und informelle Märkte, Freizeitnutzungen und Nachtleben siedeln sich an diesen Orten an, die die Stadtplanung und der Immobilienmarkt zunächst nicht entwickeln können. Oft finden sich gerade hier innovative Kulturproduktion und vitale Öffentlichkeit.

Das EU-Forschungsteam Urban Catalyst hat sich von 2001-2003 lang diesen ungeplanten Phänomenen in den fünf europäischen Städten Berlin, Amsterdam, Helsinki, Wien und Neapel gewidmet und dabei nicht nur ihre versteckte Logik analysiert. Aufbauend auf eigener Beteiligung an mehreren Projekten beschreibt Urban Catalyst Wege, wie Prozesse des Informellen in den Städtebau Eingang finden können und was Stadtplaner von Zwischennutzern lernen können.

Zu den prominentesten Projekten von Urban Catalyst zählt die Initiierung und Koordination der ZwischenPalastNutzung 2004 und 2005. Die kulturelle Nutzung des ehemaligen Palastes der Republik in Berlin Mitte erlangte internationale Aufmerksamkeit und löste eine Debatte um den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses aus.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden in der Publikation „Urban Catalyst - Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln“ (DOM Publishers, 2013) veröffentlicht.

 

MITWIRKENDE
Initiatoren und Partner des EU-Forschungsprojektes Urban Catalyst – Strategies for Temporary Use (2001-2003) waren

Projektidee und Konzept
Philipp Oswalt und Klaus Overmeyer

Projektleitung und -koordination
Philipp Oswalt, Klaus Overmeyer und Philipp Misselwitz mit Ali Saad, Thomas Hauck, Melanie Humann, Jurij von Ortenberg sowie Penny Herscovitch, Tashy Endres, Christian Mika

Projektdirektion
Kees Christiaanse, TU Berlin, seit 2004 ETH Zürich

Koordination EU
European Commission DG XII-D.1.4./ Vincent Favrel

Partner
Helsinki University of Technology – Christer Bengs, Helka-Liisa Hentilä, Timo Kopomaa, Kaisa Schmidt-Thome, Helsinki
Gallotta + Tischer – Marcella Gallotta, Stefan Tischer, Neapel
CPA Città Paesaggio Archeologia – Francesco Escalona, Claudio Finaldi-Russo, Fabrizia Ippolito, Pepe Maisto mit Maria Ceretta, Franco Lancio, Neapel
Florian Haydn Architekt – Florian Haydn, Robert Temel, Mirko Pogoreutz, Wien
Magistrat Wien, Magistratsabteilung 18 – Brigitte Jilka, Ina Homeier, Jutta Kleedorfer, Michl Mellauner
Universität Nyenrode – Annemieke Roobeek, Erik Mandresloot, Damian van der Bijl, Amsterdam
Stadsdeel Amsterdam Noord – Ted Zwietering, Rob Vooren, Con Vleugel
Stealth Group – Marc Neelen, Ana Dzokic, Rotterdam und Milica Topalovic
Deadline – Britta Juergens, Matthew Griffin, Berlin/ London
Nexus – Hans Luidger Dienel, Malte Schophaus, Berlin
Bezirksamt Friedrichhain-Kreuzberg von Berlin – Matthias Peckskamp, Frank Vettel

Wissenschaftlicher Beirat
Robert Mull, London
Arnold Reijndorp, Rotterdam
Joost Schrijnen, Rotterdam

Gutachten
Recht – Rudolf Schäfer, Petra Lau, Technische Universität Berlin
Nutzertaktiken – Peter Arlt, Berlin/Linz
Ökonomie – Rudolf Kohoutek, Christa Kamleithner, Wien

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